Was sind Baufortschrittszahlungen?

Baufortschrittszahlungen | SchoenesZuhause.com

Wenn man mit Fremdkapital bauen oder sanieren möchte, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten der Bereitstellung der Kreditsumme. Die meisten Banken bieten den Bauherren die so genannten Baufortschrittszahlungen an. Das hat für die Kreditinstitute den Vorteil, dass sie bei der Auszahlung der Kreditanteile darauf vertrauen können, dass der entsprechende materielle Gegenwert vom Kreditnehmer bereits geschaffen worden ist. Dieser stellt zusammen mit dem Baugrundstück selbst die Sicherheit dar, die von den Banken für die Ausreichung der Baudarlehen verlangt wird.

Sind im Kreditvertrag Baufortschrittszahlungen vereinbart worden, so bedeutet das, dass die Kreditsumme in einer individuell festzulegenden Anzahl von Teilsummen bereit gestellt wird. Dabei wird das gesamte Bauvorhaben in mehrere Lose aufgeteilt. Den ersten Abschnitt stellt die Fertigstellung der Bodenplatte dar. Die zweite Etappe ist meistens der Rohbau, der bei größeren Bauvorhaben auch nochmals, zum Beispiel in die einzelnen Etagen, unterteilt werden kann. Die dritte Zahlung erfolgt nach dem Aufsetzen des Dachs und der vierte Abruf eines Teils der Kreditsumme kann nach dem Einbau von Fenstern und Türen durchgeführt werden.

Dabei muss der Bauherr die entsprechenden Nachweise erbringen, dass sein Bauvorhaben den für die nächste Zahlung notwendigen Ausbau erreicht hat. Möglich ist das durch die Vorlage von Fotos. An anderer Stelle nutzt man die einzelnen Etappen der Fertigstellung auch gleich für eine Zwischenabnahme. Das hat den Vorteil, dass eventuelle Mängel sofort erkannt und beseitigt werden können. Die Kosten für eine frühzeitige Beseitigung von Baumängeln sind deutlich geringer, als wenn sie erst bei einer Endabnahme entdeckt werden.

Für die individuelle Gestaltung des Kreditvertrages gibt es bei Baufortschrittszahlungen zwei Möglichkeiten. Entweder stellt die Bank die Kreditsumme von vornherein in Teilen zu verschiedenen Terminen zur Verfügung oder das wird über einen Abrufkredit realisiert, bei dem von Beginn an die gesamte Kreditsumme vorgehalten wird. Die etappenweise Bereitstellung ist meistens mit dem Vorteil günstigerer Kosten verbunden, weil man die bei einem Abrufkredit fälligen Bereitstellungszinsen für die noch nicht in Anspruch genommenen Teile des Darlehens aufbringen muss. Die vollen vereinbarten Zinsen werden bei beiden Varianten erst nach dem Abruf für die jeweils genutzten Anteile fällig.

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Bild: © moonlight | aboutpixel.com

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