Vogelhaus selber bauen | SCHÖNESZUHAUSE

Vogelhäuschen bauen

Der Traum vom eigenen Haus lässt sich viel leichter, schneller und preiswerter realisieren als viele annehmen. Sofern tatendurstige Bauherren die Abmaße einfach etwas kleiner wählen und statt der eigenen Familie lieber Amsel, Drossel, Fink und Star einziehen lassen, können an nur einem Wochenende Grundsteinlegung, Richtfest und Einzug gefeiert werden...

Bedarf prüfen

Wie beim Bau eines richtigen Hauses muss für die geplante “Villa Vogel” zunächst der passende Standort ausgewählt werden. Dabei sind jedoch weder Wasser- und Stromanschluss noch eine Verkehrsanbindung nötig. Auch den Begriff “Stand”-Ort müssen Bauherren nicht allzu wörtlich nehmen. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob die Stelle, an der das fertige Gebäude postiert werden soll, sich überhaupt in Reichweite bzw. Siedlungsnähe künftiger Gäste befindet. Dieser Hinweis mag überflüssig erscheinen, ist bei näherer Betrachtung aber durchaus berechtigt: Entgegen dem äußeren Anschein fliegen Vögel nicht “vogelfrei” herum, sondern besuchen in festen Rhythmen immer wieder die gleichen Aufenthalts-, Futter- und Schlafplätze. Ihre diesbezügliche Auswahl treffen sie unter anderem nach den dort vorhandenen Schutz- und Sichtmöglichkeiten. Weist eine Umgebung zu viele störende Geräusche, einen schlechten Ausblick oder drohende Gefahren auf, wird sie von den Tieren gemieden.

Standort wählen

Aus dieser Erkenntnis ergibt sich zwangsläufig der nächste wichtige Punkt: Innerhalb des Bereiches, in dem die Vögel sich aufhalten und durch Futterhilfen an eine bestimmte Stelle gelockt werden sollen, muss das Häuschen einen

– ruhigen
– vor Witterungseinflüssen geschützten
– für Fressfeinde unerreichbaren
– gut einzusehenden
– stabilen
– unveränderlichen

Platz bekommen. Diese Aspekte bestimmen, ob für die gefiederten Freunde ein stehendes oder hängendes Gebäude errichtet wird. Beide Varianten müssen fest verankert werden, damit sie beim Landeanflug oder während eventueller Raufereien nicht herunter fallen. Frei schwingende Futterhäuschen, die an Ästen, Vordächern oder Balkonüberdachungen schaukeln, wirken auf viele einheimische Vogelarten eher abschreckend als einladend.

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Material und Werkzeug bereitlegen

Ist die Entscheidung für den Ort und die geeignete Befestigungsmöglichkeit gefallen, geht es an die Grundsteinlegung. Bei einem Vogelhaus empfiehlt sich für diesen symbolträchtigen Akt allerdings eine Holzplatte. Zum einen entspricht dieses Material am ehesten der natürlichen Umgebung der Vögel; zum anderen ist es atmungsaktiv und leicht zu bearbeiten. Welche Holzart Sie wählen, bleibt Ihnen überlassen; es sollte jedoch für alle Bauteile die gleiche sein, da die einzelnen Holzarten unterschiedlich stark auf Witterungseinflüsse reagieren.
Neben ausreichend Material benötigen Sie natürlich auch geeignetes Werkzeug. Je nachdem, ob die Verbindung zwischen Boden und Wänden mit

– Holzleim
– Dübeln
– Zapfen
– Nägeln

erfolgen soll, legen Sie

– Säge
– Hammer
– Handbohrer
– Schraubzwinge(n)

bereit. Gut ausgestattete Vogelhäuschenbauer haben sicher schon alles bei der Hand, für Anfänger gibt es hier eine praktische Auswahl für das Grundsortiment. Sorgen Sie außerdem für Schleifpapier in unterschiedlicher Körnung, um die Oberflächen möglichst glatt schleifen zu können. Dadurch vermeiden Sie, dass die kleinen Gäste sich an der neuen Futterstelle Splitter einziehen oder anderweitig verletzen.

Beim Bauen auf Details achten

Wenn Sie ausschließen möchten, dass ungebetene Vogelarten von Ihren Gaben naschen, müssen Sie die Seitenteile des Häuschens entsprechend niedrig halten oder als geschlossene Variante mit Einfluglöchern gestalten. In diesem Fall empfiehlt es sich, die abschließende Dachkonstruktion nur aufzusetzen oder mit einer Scharnierklappe zu versehen, da Sie den Innenraum sonst nicht säubern und nur schwer Futter einbringen können. Damit Regen- und Schmelzwasser besser ablaufen, sollte das Dach eine Spitz- oder Schrägform haben und etwas breiter sein als die Grundplatte, so dass sich auf dem Boden des Hauses keine Rinnsale oder Lachen bilden.

Gutes für außen und innen

Um das Vogelhaus vor frühzeitigen Schäden oder Defekten zu bewahren und es individuell zu gestalten, kann es nach der Fertigstellung bemalt, lasiert oder lackiert werden. Verwenden Sie hierbei nach Möglichkeit nur Anstrichmittel auf der Basis von Naturstoffen, da anderenfalls die Gesundheit der Vögel leidet. Als Futter eignen sich handelsübliche Fertigmischungen oder selbst getrocknete Sonnenblumen- und Kürbiskerne; jedoch keine Brot- oder Kuchenkrümel. An frostigen Tagen dürfen außerdem weder Wasser noch frisches Obst angeboten werden. Hier noch einige Futtertipps für Tierfreunde.

Viel Spaß damit!

Ein eigenes Haus zu bauen ist wirklich nicht schwer. Wer hierbei die ganze Familie einbindet, kann sogar richtig viel Spaß haben. Und ganz nebenbei lernen die Kinder sogar noch was: Neben dem Umgang mit Werkzeug und den Grundkenntnissen der Architektur werden an dem fertigen Gebäude auch Beobachtungsgabe und Verantwortungsgefühl geschult.

Wer schreibt hier?

Markus

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