Barrierefreiheit im Eigenheim – etwas für jedermann

Zukünftige Bauherren sollten frühzeitig über das Thema Barrierefreiheit bei der Planung ihres Eigenheims nachdenken. Denn so können sie sehr viel Geld sparen, da nachträgliche Maßnahmen in diesem Bereich sehr teuer werden können.

Haus - pixabay.comViel Geld sparen durch barrierefreies Bauen

„Zukünftige Bauherren sollten frühzeitig über das Thema Barrierefreiheit nachdenken bei der Planung ihres Eigenheims“ sagt Dieter Hergott, Geschäftsführer des Unternehmens proaktivHaus. Denn so könnten sie sehr viel Geld sparen, da nachträgliche Maßnahmen in diesem Bereich sehr teuer werden können. „ Schon eine Verbreiterung einer einzigen Tür im Haus kann 800 bis 1000 Euro kosten. Wird allerdings schon in die Planung des Eigenheims die Barrierefreiheit berücksichtigt, erhöhen sich die Kosten nur minimal“, weiß der Bauexperte.

Dieter Hergott empfiehlt Bauherren bei der Konzeption eines Eigenheims, ein geräumiges Treppenhaus mit breiten Stufen und großzügigem Geländer in Erwägung zu ziehen. Ein weiterer Tipp ist, dass Lichtschalter oder Türsprechanlagen in einer niedrigeren Höhe installiert werden sollten. So können Rollstuhlfahrer, aber auch Kinder sie mühelos erreichen. Das Gleiche gelte für die Höhe der Fenster, die darüber hinaus mit automatischen Rollenläden ausgestattet werden sollten. Nicht außer Acht zu lassen sei die Anordnung von den notwendigen Räumlichkeiten wie Küche, Bad oder Schlafzimmer. Im Erdgeschoss bleiben sie das ganze Leben lang leicht zugänglich. Und ein mittlerer Zusatzraum im Erdgeschoss gewähre hundertprozentige Planungssicherheit in Sachen Mobilität im Alter.

Der Magnet macht‘s

Häufig entpuppen sich Türschwellen als böse Stolperfallen. Ein Ärgernis nicht nur für ältere Menschen. „Dieses lässt sich jedoch leicht vermeiden“, so Hergott. „Und zwar durch den Einbau von schwellenfreien Türen im Eigenheim.“ Die Experten seines Teams würden Türen empfehlen, die mit einer Aluminium-Fußleiste arbeiten, die vollständig in den Boden eingelassen ist. In der Leiste seien frei lagernden Magnetprofile integriert. Beim Schließen der Tür heben sie diese Magnete an, mit Hilfe eines unter dem Türblatt angebrachten Gegenpols. So dichten sie die Tür ab und schützen den Innenbereich gegen Wind, Regen, Sand oder Kälte. Öffnet sich die Tür sinkt der Magnet wieder abwärts und ein barrierefreier Durchgang ist geschaffen. Derartige Türen eignen sich sowohl für den Außenbereich als auch für den Innenbereich eines Massivhauses. Ein weiterer Pluspunkt, mit mit dem Einbau dieser Türen entschärfen Sie nicht nur Stolperfallen, sondern können ihre Heizkosten spürbar zu senken. Da die Türen im geschlossenen Zustand keine Zugluft zulassen, schützen sie auch vor Wärmeverlust.

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Leicht zugängliches Badezimmer

Selbstverständlich ist es auch sehr wichtig, sein Badezimmer von Beginn an, barrierefrei zu gestalten. Eine Badewanne dient ideal für therapeutische Zwecke oder einfach nur für die Entspannung. Eine Dusche hingegen ist einfacher und schneller zu nutzen. Ein Hausbesitzer, der Platz für beides hat, sollte deshalb auf keines der beiden verzichten, empfiehlt der Bauexperte. Die Armaturen an Wanne und Dusche sollten auf jeden Fall leicht zu bedienen sein. Daher fließe das Wasser im Idealfall aus einer gut erreichbaren Einhebel-Mischbatterie. Hinzu kommen ein integrierter Thermostat oder eine Heißwassersperre. „Sie verhindert Verbrühungen und spart Wasser sowie Energie.“ Des Weiteren sollten in der Dusche und der Badewanne ausschließlich rutschhemmende Bodenbeläge verwendet werden. Möchte ein Rollstuhlfahrer duschen, kann er das nur, wenn die Dusche ebenerdig ist. Auch ältere Menschen können Stürze und damit verbundene Verletzungen vermeiden, wenn sie einen stufenlosen Zugang nutzen. Ebenfalls nicht fehlen sollte ein fest montierter Duschsitz, der auf das Gewicht und Größe des Körpers des Benutzers abgestimmt ist. Zudem sollten zusätzliche Griffe und Haltevorrichtungen installiert sein. Diese müssen der Links- oder Rechtshändigkeit des Benutzers angepasst sein. Ein Wannenlift ermöglicht den eigenständigen Einstieg in die Wanne. Und schließlich das barrierefreie Waschbecken. „Dieses muss im Sitzen zu bedienen sein. Das heißt, dass unter dem Becken genügend Platz für Knie und Oberschenkel des Benutzers vorhanden ist. Ein ergonomisch geformtes Becken, das sich dem Körper anpasst, stellt die idealste Lösung dar“, so Hergott.

Auch vertikal mobil

„Um nicht nur in der Fläche, sondern auch in der Höhe mobil zu sein, sollte über einen Treppenlift oder einen Aufzug nachgedacht werden“, empfiehlt der Geschäftsführer. Vor allem für den Fahrstuhl könne bereits während des Baus des Hauses der nötige Platz geschaffen werden. Die Installation einer Aufzugsanlage kann in Mauer- und Betonschächten erfolgen, die bereits während des Baus geschaffen wurden. Oder der Eigentümer des Hauses entscheidet sich für ein selbst tragendes Schachtgerüst aus Aluminiumprofilen. Die Schächte eignen sich sowohl für Aufzuganlagen im Außenbereich wie auch im Inneren des Massivhauses.

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Eine Alternative zum Fahrstuhl ist der Treppenlift. Heutzutage gibt diese in vielen verschiedenen Ausführungen. Einer der bekanntesten ist der Sitzlift. Er besteht aus einer Schiene, die auf der Treppe oder an der Wand montiert wird. Darauf installiert man eine Plattform mit Sitzelement und Antrieb. Bei Treppenliften handelt es sich um Maßanfertigungen, die auf die Gegebenheiten ihrer Massivhauses angepasst sind. Bei einzelnen, geraden Treppen eignen sich gerade Treppenlifte. Bei diesen bleibt der Sitz während der Fahrt immer in der gleichen waagerechten Position. Kurventreppenlifte installiert man bei Treppen, die rund verlaufen oder über mehrere Etagen geführt werden. Die Schiene des Liftes kann außen an der Wandseite oder innen beim Handlauf montiert werden. So ist es möglich, unterschiedliche Steigungen und Kurven zu fahren.

 

Quelle: www.proaktivhaus.de

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