Bäume veredeln

Bäume veredeln | GARTEN-GUI.DEEinige Grundstücksbesitzer kennen das Problem, dass Nager die Kerne von Kirschen und Pflaumen gern einmal wegschleppen und man dann an allen Ecken und Enden neue Baumsprösslinge hat. Im Laufe der Zeit führt das aber dazu, dass die Früchte der daraus wachsenden Bäume immer weniger und kleiner werden. Mit der Veredelung kann man dieser Entwicklung entgegen wirken.

Anplatten – die einfachste Veredelungsform

Die einfachste Form der Veredelung ist das Anplatten. Dabei wird an dem vorhandenen Stamm eine Stelle entrindet und eingeschnitten. Dort wird dann ein präparierter Edelreise aufgesetzt. Einige Hobbygärtner bevorzugen zum Anplatten glatte und ebene Schnitte, während andere auf dreieckige Kerben und passend geschnittene Reise schwören. Bei der erzielbaren Erfolgsquoten gibt es kaum Unterschiede, wenn man gut aufpasst, dass weder der vorbereitete Stamm noch der Reiser „ausbluten“ können. Das kann verhindern, indem man die Kontaktstelle gut abklebt. Dafür reicht schon einfaches Paketklebeband aus.

Alternative Veredelungsform: Aufpfropfen

Andere Experten empfehlen das Aufpfropfen. Dabei wird der Stamm oder ein dickerer Ast glatt abgeschnitten und in die Fläche ein Loch in der Stärke des am unteren Ende entrindeten Reisers gebohrt. Anschließend wird der Reiser in das Loch gesteckt und gut fixiert. Die verbleibende Schnittfläche des Asts oder Stamms muss gegen ein Austrocknen und gegen das Eindringen von Schädlingen mit einem speziellen Harz geschützt werden, das man in jedem gut sortierten Gartenmarkt bekommt.

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Kopulation wir oft in Baumschulen angewendet

Eine in den professionellen Baumschulen angewendete Variante der Veredelung von Obstbäumen ist die Kopulation. Davon spricht der Fachmann dann, wenn sowohl der Basisast als auch der Reiser einen gleichmäßigen Durchmesser haben. Sie werden entgegengesetzt schräg angeschnitten und anschließend miteinander verbunden. Auch hier wird die Schnittstelle in der Regel abgeklebt. Um einen besseren Kontakt zwischen Basis und Edelreise zu bekommen, wird häufig mit einem „Zahnradschnitt“ gearbeitet. Das heißt, dass beide Enden spitzwinklig eingeschnitten und dann ineinander gesteckt werden. So wird eine schnellere und bessere Versorgung des aufgesetzten Reisers ermöglicht.

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Was ist Okulation?

Deutlich aufwendiger ist die Veredelung von Nutzpflanzen über die Okulation. Hier muss man schon einiges an Fachkenntnissen mitbringen, um dabei Erfolge erzielen zu können. Bei der Okulation werden keine kompletten Triebe miteinander verbunden, sondern es werden nur die so genannten „Edelaugen“ verwendet. Damit bezeichnet der Fachmann ruhende Knospen, die an einer geeigneten Stelle mitsamt einem kleinen Stück der umgebenden Fasern eingebracht werden. Pflanzen, die auf diese Art veredelt werden, brauchen anschließend besonders viel Wasser, um ein Austrocknen und Absterben des eingesetzten Auges zu verhindern.

© Artikelbild „Bäume veredeln“: Ursula Guenther | aboupixel.de

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